Ein kleines Experiment (Update3)

Unter http://139.30.91.109:8081/ (Url kann sich ändern, bitte diesen Artikel verlinken) läuft ein Server, der Zufalls-Weiterleitungen auf andere Webseiten macht. Das Programm merkt sich die Aufrufer und die Anzahl der bisherigen Aufrufe. Beim dritten Mal gibt es eine Warnung, beim jedem vierten Mal erfolgt eine Umleitung auf eine Stopp-Seite.

(Nutzer mit Browser-Tabs (Firefox, …) können mit der mittleren Maustaste klicken, dann öffnet sich ein neuer Tab mit der Seite .. geht schneller :)

Das Experiment zeigt zwei Dinge:

  1. Es ist möglich Nutzer gezielt auf andere Webseiten umzuleiten.
  2. Durch Prefetching (und Favicon holen) im Browser (Opera, Firefox, Google-Chrome, ..) werden manche Leute die Stoppseite manchmal nicht zu sehen bekommen. Also höchst wahrscheinlich auch  nicht die Stopp-Seite der Bundesregierung, die sie vor weiterem Handeln warnen soll.

(Update: Stopp-Seite jetzt auch beim fünften Mal, damit Ihr endlich die Stopp-Seite seht, die der Browser holt, aber nicht anzeigt!)

(Update2: Zweite Stopp-Seite ist jetzt etwas expliziter :)

(Update3: Wer will schickt mir seine IP-Adresse ..
.. und bekommt dann nur noch Stopp-Seiten :)

Mit der Bitte um Weiterverbreitung.

28 Antworten zu “Ein kleines Experiment (Update3)

  1. Katharina

    warnung kommt, stopschild aber nur ab und zu, nicht bei jedem 4.mal ^^
    ich benutze übrigens opera.
    (Christian: genau, was ich meinte! .. sehr gefährliche Sache, das ganze!)

  2. geniale idee, dieses stoppscipt!

    meine egebnisse (firefox/iceweasel 2.0.0.19):

    1-3 zufällige seiten
    4 warnung
    5 zufällige seite (quelle)
    6 warnung
    7 stoppseite (titanic)
    8 zufällige seite (http://de.wikipedia.org/wiki/Feldherr)
    9 zufälllige seite (http://de.wikipedia.org/wiki/Porzellan)
    10 warnung
    11 stopp (titanic)
    usw.

  3. Ich hab hier mit Safari auf dem Mac nur Weiterleitungen und die Warnung, aber noch keine Stoppseite gesehen.

  4. selbes spiel mit firefox. krasse scheiße.

  5. Witzig, die Warnmeldung erscheint bei jedem 3. Aufruf. Vom Stopschild allerdings keine Spur.

    Browser: Chrome

  6. Konqueror 3.5.10
    3 zufällige Seiten
    4. Seite ist Warnseite
    5. Seite ist Stopseite

  7. Pingback: Ein kleines Experiment « CS Blog

  8. Pingback: Links 04-05-2009 « etptt

  9. Christoph

    Ich bekomme erst zwei Wiki-Seiten, danach nur den Hinweis, dass beim nächsten Aufruf das Stoppschild kommt. Als Favicon wird das des Titanic-Magazins gezeigt, aber ich werde nirgends weitergeleitet.
    Nach 10 Versuchen aufgegeben.

    Grundprinzip ist aber klar. HTML ist dafür da, von verschiedensten Servern Daten zu verknüpfen. Natürlich kann dann auch mal eine Grafik, z.B. vom Werbebanner, von einem gesperrten Server kommen. Gerade bei Bannern gibt der Hoster die Kontrolle ab.

    Viele Grüße,
    Christoph

    (Christian: Bei den Umleitungen sind die Inhalte nicht eingebunden .. Dein Browser wird wirklich dorthin geschickt .. Kein HTML! .. keine Spur davon, dass er für 1/10 Sekunde mal bei obiger Adresse angefragt hat .. die hat Ihn nämlich gleich weiter geschickt!)

  10. Pingback: Weitere Reaktionen zum Netzsperren-Entwurf - Nachgehakt

  11. Pingback: Experiment gegen Zensur « Die Welt, wie ich sie sehe

  12. Pingback: Volkszertreter? » Links 2009-05-04

  13. hey cool, jetzt klappt es richtig. – … naja, „richtig“? aber wer surft schon (außer mir) mit useragent
    „Netnanny-Zensursula/04.09 (Stasi BRD 2.0; I; de)“ :)

  14. Interessantes Experiment. Funzt wie von dir beschrieben, d.h. 2 x zufällig, 3. Seite: Warnung, 4. Seite: das satirische Stopp-Schild ;-)

    Ach ja, bin iA unter Ubuntu 8.04 mit dem aktuellen FF unterwegs und habe natürlich „Tabbed Browsing“ genutzt …

    Grüße an alle.

  15. […] Experiment ausgetüftelt … Außerdem zeigt MOGIS, daß man als von Mißbrauch Betroffene/r nicht auf die Opferrolle festgelegt ist, und das nicht durch therapeutisches Gefasel, sondern durch reale Handlungen.[…]

  16. Cool gemacht! Bei mir funzt mit Firefox 3.0.10 alles wie beschrieben.

  17. Pingback: Hallo Welt! « MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren

  18. Pingback: Petition: Keine Sperrung und Indizierung von Webinhalten (Update 2) - PETER OCHSENKUEHNs

  19. Ich verstehe nicht wie das gemeint ist. Eine Stopp-Seite vor gesperrten Servern hat kein „weiter“ link und wird auch nicht mit einem Session Zaehler versehen. Da werden einfach einzelne DNS Namen auf einen Web Server umgeleitet der nur die Stopp Seite zeigt.

    Dass man ohne eigene Beteiligung umgeleitet werden kann ist hingegen richtig (es sei denn man setzt NoScript auf paranoide settings).

    Gruss
    Bernd

    (Christian: Diese Umleitungen sind weder HTML noch Script-basiert .. um das zu verhindern muss Du Deinem Browser so einrichten, dass er keinen Weiterleitungen mehr folgt .. Naja .. dann gehen aber ganz viele Webseiten nicht mehr)

  20. Pingback: kurz geklickt zum Wochenende (V) « Im Namen des Volkers

  21. Pingback: romulus23.de » Online-Petition gegen Netzsperren

  22. Wer hier glaubt, daß eine IP Sperre tatsächlich was bringt, der ist Politiker oder Blind.
    Das einzige was sich ändert ist der Vertriebsweg dieser Verbrecher.
    Dann geht es über Highspeed Robotnetze – Wie war da doch gleich die Zahl für den letzten Virus oder Wurm oder wie auch immer
    7 000 000 infizierte PC’s inerhalb der ersten Wochen

    Gibt es nicht auch ein Gesetz gegen Spam ?
    Und bringt es was ?

    Es gibt hier nur die Tatsache daß es immer mehr missbrauchte PC’s gibt.

    Habt ihr schon mal davon gehört, daß z.B. einer der Viagralieferant als Auftraggeber für Spam vor Gericht geladen wurde?

  23. Pingback: Countdown für Petition: Banner und Rundmail-Vorlage | jabka.de

  24. Pingback: Deine Stimme für freie Medien: Der Countdown läuft! | jabka.de

  25. Pingback: her.ein.de » Bis 27. Mai 100.000 Stimmen für freie Medien! Petition zeichnen, jetzt!

  26. Pingback: » Und jetzt auch noch von mir: Ein Blogbeitrag gegen Zensur langhaarschneider.bloggt

  27. Pingback: Deine Stimme für freie Medien: Der Countdown läuft! « blinzeln

  28. Pingback: Deine Stimme für freie Medien: Der Countdown läuft!