Interview ARD-Nachtmagazin

Christian wird heute Nacht im ARD-Nachtmagazin im Interview zu sehen sein. Voraussichtliche Sendezeit: 1:00 Uhr.

(Zusatz von Christian: Ich bin zufrieden mit dem Beitrag. Der Pirate-Bay Beitrag danach, wird viele von Euch nervös machen: die Inhalte-Lobby ist in ihrem Wirken nicht zu verachten, wie auch schon von mir im Interview erwähnt. Das haben die Leute in Hamburg cool geschnitten [wenn vielleicht auch ungewollt, ist aber zusammen mit der Pressekonferenz am Anfang ein wunderbarer Dreiklang, also: credit where credit is due!])

(Die ARD-Mediathek hilft der Generation Web 2.0 mit ihren „neuartigen Rundfunkgeräten“ gerne weiter. Bedenkt aber bitte: nach dem Rundfunkstaatsvertrag muss diese Sendung von der ARD in 7 Tagen aus dem Netz entfernt werden, also nicht zu lange warten :))

(sorry, aber folgender Artikel hat einfach ein zu geiles Zitat: Ein Interview mit Christian Bahls ist im Nachtmagazin zu sehen, direkt im Anschluss auch noch ein kurzer Bericht über das Pirate-Bay-Urteil:
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/nm874.html
Und im Anschluss daran wird Graphen vorgestellt, ein Material, das nur ein Atom dick ist und somit fast genauso dünn wie Frau von der Leyens Pro-Zensur-Argumentation ;-))

13 Antworten zu “Interview ARD-Nachtmagazin

  1. Klar. Propaganda muß man jetzt (erst mal) nicht mehr machen …

    (MOGIS: Verstehen Wir jetzt nicht .. da fehlt noch etwas Kontext :))

  2. Habe es mir gerade angeschaut. Daumen hoch!
    Allerdings ist es eine Schande, dass es um die Uhrzeit lief. So etwas sollte Nachmittags ausgestrahlt werden.

    (Christian: Ach verzagen Sie nicht, das ist einfach nur der Struktur der ARD geschuldet. Die ARD ist nicht wirklich eine homogene Entität. Zudem wird da üblicherweise nichts recycled.)

  3. Lieber Herr Bahls,

    fällt Ihnen nicht auf, dass nicht von der Leyen, sondern allein SIE die Opfer ein zweites Mal missbrauchen?

    Sie benutzen die Missbrauchsopfer für eigene Zwecke, denn Sie gaukeln vor, es gäbe unter den Opfern so etwas wie eine breite Front gegen diese Sperren.
    Tatsächlich steht es aber doch außer Frage, dass nur eine sehr kleine Minderheit der Opfer so einem Verein beitreten würde.

    Wieviele Mitglieder hat der Verein denn?
    Haben Sie wenigstens im Vorfeld grob eruiert, wieviele Missbrauchsopfer zumindest prinzipiell bereit wären, einem solchen Verein beizutreten?

    Mit freundlichen Grüßen
    P. Stark

    • Hallo Herr Stark,

      vielen Dank für Ihre ehrliche Antwort,
      ich kann verstehen, dass Sie so reagieren,
      kann Sie aber nur bitten das Interview
      auf der zeit-online zu lesen.

      Kurz: zusammengefasst:
      Es ist das Leid der (auch potentiellen) Opfer,
      dass Hier instrumentalisiert wird
      um ein Deutschland eine Infrastruktur
      zu etablieren, die eine Zensur ermöglicht.

      vielen Dank nochmals für Ihr
      ehrliches Kommentar.

      mit freundlichen Grüßen
      Christian Bahls

  4. Jetzt, wo die Verträge unterzeichnet sind, ist das Etappenziel erreicht. Jetzt kann man auch mal etwas kritischere Stimmen zu Wort kommen lassen, bis es in die nächste Runde geht. Zumal um ein Uhr nachts …

    (Christian: Naja .. mal sehen .. vielleicht wollen Sie ja noch was ermutigenderes posten :))

  5. @Jens:
    Erstmal sind es nur freiwillige Verträge. Die gesetzliche Regelung kommt erst noch – oder vielleicht auch nicht. Der Provider Manitu will notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, um die Sache regeln zu lassen.
    Im übrigen ist es nicht so schwer, andere Namerserver einzutragen.
    (Zusatz durch Christian: nach (noch) geltendem Recht sind alle diese Eingriffe ins DNS, auch die seitens der Telekom bereits umgesetzen Maßnahmen, i l l e g a l ! Grundrechte dürfen nur durch ein Gesetz eingeschränkt werden)

    Das Schlimme an der leyenhaften Initiative ist doch aber, daß sie sooooo hanebüchen und widersinning und amoralisch ist *aufreg*.
    Aber es gibt Hoffnung, denn offenbar haben doch einige Leute begriffen, was hinter Zensursulas Idee steckt. Siehe die Umfrag auf arcor.de:
    http://www.arcor.de/content/aktuell/ihre_meinung/53874350,0,polling,Frage+des+Tages+-+Ihre+Meinung+ist+gefragt!.html

    Ich halte es für sinnvoll, den standhaften Providern den Rücken zu stärken, Ihnen zu sagen/zu e-mailen, daß man als Kunde eine solche Knebelung nicht akzeptieren wird und sie im Gegenzug zu loben, wenn sie das richtige tun und Rückgrat beweisen, denn am Ende geht es immer ums Geld.
    (Wir auch, .. naja Ihr wisst ja, welches die fünf ZensurProvider sind)

  6. Das Interview hab ich mir gerade angesehen. Ein sehr schöner Kontrast zur Propaganda, die direkt davor in der Sendung verbreitet wurde. Wenn ich bis nächste Woche keine lautstarken Einwände vernehme, werde ich die gesamten 3:10 des Interviews auch bei mir im Podcast nochmal einbauen, dann ist das auch etwas länger erhältlich.

  7. DNS-Sperren sind sinnlos weil man Websites auch direkt über ihre IP aufrufen kann. Man muß sich also nichtmal die Mühe machen, am eigenen Rechner herumzubasteln und unzensierte Nameserver einzutragen.
    (Chhristian: Leider geht das so leider nicht zuverlässig. Häufig laufen mehrere Angebote auf einem Rechner, wenn Du dann den Rechner mit seiner IP als Namen ansprichst, dann weiss er gar nicht, was du von ihm willst, Stichwort: http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Hosting)

    Außerdem sind die KiPo-Leute ja nicht doof. Man muß sich nur den Fall Dutroix (oder wie man das schreibt, lautmalerisch Dütru) ansehen oder die E-Mail „Einblick in die Kinderpornoszene“ durchlesen, die mal im Scusi-Blog veröffentlicht war und jetzt bei wikileaks zu finden ist.

    Frau v.d. Leyens Vorstoß verhöhnt die Opfer. Statt ein Mäntelchen über solche Websites zu hängen, sollte sie die Server abschalten.

  8. Pingback: Ungünstig: Kinderporno-Sperre wird werbefinanziert | dkdas.de

  9. Zu den unzensierten Namensservern: es gibt jetzt schon erste Angebote, die Server aufsetzen um explizit die Internet-Sperre per DNS zu umgehen.
    http://www.gulli.com/news/foebud-anti-zensur-dns-server-2009-04-17/

    Warum das wichtig ist? Diese und ähnliche Seiten werden bei den Begriffen Kinderporno+Freischalten bald ganz oben bei google stehen. Und nicht viel später wird jemand auf die Idee kommen, sie auf die Liste zu setzen. Dann ist der Anfang gemacht…

  10. Pingback: Von der Leyen plant Verbot von Autofahren, elektrischem Strom und Klettergerüsten « Abwaschbar

  11. um 1 Uhr Nachts schauen das wenige an. da schlafe sogar ich schon.
    (Christian: Ach gar kein Problem .. aber so wissen die Leute, dass es mich und MOGIS wirklich gibt .. das ist schon mal ganz wichtig :) .. und es ist in der ARD-Mediathek .. die Leute schauen es sich an :))

  12. Lieber Christian Bahls,

    wegen Ihres mutigen Interviews „Missbrauchsopfer kämpfen gegen Netzsperren“ („DIE ZEIT“), welches die verschleierten Angriffe auf unser Grundgesetz offenbart und die wirklichen Absichten und Versäumnisse auf den Punkt bringt, möchte ich Ihnen meine persönliche Hochachtung und meinen Dank aussprechen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ulla Veith, Mainz

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