Interview bei zeit-online

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Interview bei zeit-online => http://mogis-verein.de/2009/04/16/interview-bei-zeit-online/

Die zeit-online hat mich rücksichtsvoll interviewed. Vielen Dank nochmals! Das ganze Interview kann man übrigens hier lesen:

Missbrauchsopfer kämpfen gegen Netzsperren„.

Oh, und Artikel darüber gibt es wohl auch hier: „Missbrauchsopfer gegen Netzsperren„, und hier: „Missbrauchsopfer richten sich gegen Netzsperren„. Im WinFuture-Artikel wurden dann auch noch mehr Karten veröffentlicht.

Christian; Vorstand MOGIS

21 Antworten zu “Interview bei zeit-online

  1. Ja, als Zeitleser fand ich diesen Artikel höchst interessant und im Gegensatz zum blinden Aktionismus unserer Politiker wohlüberlegt. Da wird nicht das Übel bekämpft sondern nur aus dem Bewusstsein ausgeblendet. Aber es macht sich halt gut in Zeiten des Wahlkampfes, sich mit populistischen Aktionen zu profilieren anstelle wirklich was dagegen zu unternehmen. Interessant die Umfrage dazu auf Zeit Online, offenbar lässt sich die Öffentlichkeit nicht so leicht in die Irre führen.

  2. Sehr schöner Artikel. Zum Thema KiPo möchte ich folgendes Beitragen:
    Zu Beginn meiner Internet-Zeit – ca. 11 Jahre her – war natürlich(?) auch Pornografie das Ziel meiner Suche. Es begab sich, daß ich auch auf zwei Seiten stieß, die echte Kinderpornografie zum Download bereithielten.
    Also suchte ich damals schon nach einer entsprechenden Meldestelle im Internet. Man konnte die URL angeben und bekam eine Art „Ticketnummer“, mit welcher man sich von Zeit zu Zeit bei der Meldestelle über den Bearbeitungsstand informieren konnte.
    Ich würde sagen, daß sich ein dreivierteljahr absolut nichts tat. Der Status stand immer noch auf „erfasst“ und das wars.
    Allerdings kann ich nicht mit Sicherheit sagen, welche Seite das war wo man es melden konnte. Es könnte naiin.org gewesen sein, aber meine Hand möchte ich nicht dafür ins Feuer legen.
    Die Vorgangsnummern habe ich nicht allerdings nicht mehr. Das ist auch bestimmt 7-8 Jahre her.
    Das aktuelle Vorgehen der Regierung bestärkt mich in meinem Gefühl, daß eine Abhilfe (entfernen) nicht gewünscht ist. Bzw. immer noch nicht gewünscht ist.

  3. Pingback: Zensursula — Pressestimmen | Sinn City Blog

  4. Hallo Christian,

    vielen Dank fuer Dein tolles Interview und hoechsten Respekt von meiner Seite, das ganze war sicherlich nicht Einfach fuer Dich, wenn wir nur ein paar mehr Menschen wie Dich haetten und vor allem davon welche in dem was sich unsere „Politik“ nennt, wuerde es hier ganz anders zugehen.

  5. Ah, hier sind die Links hin. Ja, das Interview gehört auf meine persöhnliche Liste der Texte, die man gelesen haben muss, bevor man sich zum Thema Kinderpornos/Internetsperren äußern sollte. Ich habe mir nach der Lektüre überlegt, dass ich dem nächsten Menschen, der Zensur verteidigt mit Argumenten wie „Aber denk doch mal an die Kinder!“ unangemessen begegnen werde. Ob ich den nur zusammenschrei, oder mit einem Buch bewerfe, werde ich wohl von der Situation abhängig machen, aber die klare Zusammenfassung aus Sicht eines Betroffenen fehlte mir in der Diskussion bisher. Von daher: Danke für das Interview.

    Hoffnung, dass unsere ‚Spitzenpolitiker‘ das Interview auch zur Kenntnis nehmen könnten, besteht ja leider kaum.

  6. Die Berater dieser Frau gehören abgesetzt. Vermutlich bekommen sie für solche dümmlichen Aussagen auch noch gut Geld. Meine Wenigkeit und vieler meiner Kommilitonen würden sie liebend gerne einmal unentgeltlich beraten, dann wäre dieses lächerliche Kapitel der deutschen Politik endlich vorbei.

  7. Pingback: Missbrauchsopfer gegen Internetzensur | nicetrise's daily

  8. Wirst du bzw. der Verein „MOGIS“ auch Klage gegen die Zensur erheben? Z.b. vor dem Bundesverfassungsgericht?

    (Christian: für mich war es bei Gründung des Vereins wichtig, die Einrichtung der zensierenden Infrastruktur zu verhindern. Wenn das jetzt kommt, besonders, wenn das Gesetz durchkommt, dann bin ich schwer erschüttert. Dann habe ich das Empfinden, das jemand empfindlichst private Bereiche meines Lebens [meine Kommunikation im Internet] verletzt hat. Und zudem mein mehr als deutliches Nein ignoriert hat. Deswegen rede ich auch von dem Gefühlt missbraucht zu werden)

  9. Hallo Christian,

    ich habe in der ganzen Diskussion um KiPo als Argument zur Einrichtung von Internet Sperren die Sachverhalten noch nie so klar und unmissverständlich dargelegt gesehen wie in Deinem Interview!

    Ich finde es eine absolute Unverschämtheit wie sich Frau vdL et al. ohne Sachverstand auf Kosten der Opfer eines Tabu-Themas politisch profilieren wollen und dabei nicht einmal gewillt sind die bestehenden Gesetze und Möglichkeiten auszuschöpfen weil sich diese „Arbeit“ politisch nicht ausschlachten lässt.

  10. Einer mit ner eigenen Meinung

    Hallo Christian,

    ich bin über „Gulli“ auf das Interview aufmerksam geworden.

    Ich bin schon immer ein kritischer Gegner der ständig ausufernden staatlichen Sanktionen, ich bezeichne es sogar als „GEWALT gegen das Volk,“ gewesen und auch die aktuelle Debatte über sogenannte Netzsperren und die Unvernunft oder Unwissenheit (oder ist es sogar Vorsätzlichkeit) unserer Politiker lässt mich immer mehr an diesem Staat zweifeln.

    Erst war die DDR nicht mehr und damit auch die „StaSi“ weg.
    Dann kam 9/11.
    Auf einmal hatten wir die „StaSi 2.0“ (Jeder weiß, was ich meine).
    Und jetzt sind wir schon bei „StaSi 2.1“

    Für diese Art von Freiheit sind die Leute in Dresden damals sicher nicht auf die Straße gegangen.

    Ich habe lange hin und her überlegt und mich selbst immer wieder gefragt: „Irgendwas hast Du bei der ganzen Netzsperren-Debatte übersehen. Was fehlt Dir hier zur Meinungsbildung?“ Klar war mir von Anfang klar, warum diese vom BKA veröffentlichten Listen geheim gehalten werden sollen. Ich bin IT-ler und nicht doof. Ich weiß, dass die vorgetragenen Argumente nichts als Heuchelei sind. Aber irgendwas fehlte. … Und dann kam Dein Interview. … DAS war es. Der Standpunkt und die Äußerungen eines Betroffenen.

    Ich würde Dir ja am liebsten erstmal eine Entschuldigung zukommen lassen, für das was Dir passiert ist, aber ich glaube nichts auf der Welt vermag mir diesen Albtraum wirklich zu vermitteln. Ich kann drüber reden. Ich kann drüber nachdenken. Und ich kann es verabscheuen. Dennoch bin ich mit meinem begrenzten Verstand offenbar nicht mal annähernd in der Lage das Geschehene vollständig zu erfassen. Somit steht es mir auch in keiner Weise zu, darüber in irgendeiner Form zu debattieren. … Aber eines weiß ich: Kopf hoch! Es geht weiter! Und Ihr seid nicht allein gelassen.

    Aber zurück zum eigentlichen Grund dieses Textes:

    Netzsperren bringen GAR NICHTS. Dem Volk werden die Augen zugehalten (Dieses Argument fehlte mir.) und somit wird das Thema aus der Diskussion entfernt. Das Volk wird entmündigt, weil Tante Ursula uns für unmündige Kinder hält. – Sowas bezeichnet man auch als NÖTIGUNG. Das ist schon mal ein Straftatbestand.

    Durch die Sperren werden aber nicht die Ursachen bekämpft (Wie Du ebenfalls sehr gut erkannt hast.). Wenn jetzt auch noch eine gemeldete Straftat NICHT verfolgt wird, dann sehe ich zur obigen NÖTIGUNG noch die Tatbestände der HEHLEREI, des AMTSMISSBRAUCHS, der BEHINDERUNG DER JUSTIZ, des VERSTOSSES GEGEN „Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz“ und „Artikel 3 Absatz 1 Grundgesetz“ und nicht zuletzt und am schwerwiegendsden „VEREITELUNG DER STRAFVERFOLGUNG“ und dadurch „MITTÄTERSCHAFT“.

    Ich weiß nicht genau, gegen wen man in solchen Fällen Klagen muss. Ich weiß auch nicht, was den Providern verprochen wurde, damit diese „einfach so“ den Netzsperren-Vetrag unterzeichenen. Aber eines weiß ich ganz genau: Es muss etwas passieren.

    Wieviele Wahlen haben wir inzwischen hinter uns? Welcher Politiker wäre bereit, die derzeitigen StaSi-Misstände wieder zu beseitigen? … Ich weiß keinen mehr, dem ich noch trauen kann. … Ich wäre inzwischen sogar bereit vom „Artikel 20 Absatz 4“ gebrauch zu machen. Traurig aber wahr. … und das nur 20 Jahre nach der „Befreiung“ …. :.(

  11. Ich hab die Frage einfach mal an meinen Abgeordneten gestellt..

    http://www.abgeordnetenwatch.de/niels_annen-650-5702.html

  12. Einer mit ner eigenen Meinung

    Ich bins nochmal. Gestatte mir aus aktuellem Anlass bitte noch folgenden informativen Hinweis, da es sich bei der dort angesprochenen Debatte um ein Teilstück der aktuellen Netzsperren-Problematik handelt:

    JEDER sollte das verfolgen, denn hier geht es um Recht und Gesetz, und nicht zuletzt um Demokratie, also um unsere Staatsform: http://www.gulli.com/news/indirekte-verlinkung-2009-04-16/

  13. Pingback: Glasdemokratie » Archive » Internetzensur in Deutschland erfolgreich installiert

  14. „Ja, das Interview gehört auf meine persöhnliche Liste der Texte, die man gelesen haben muss, bevor man sich zum Thema Kinderpornos/Internetsperren äußern sollte“

    da kann ich dem andre h nur uneingeschränkt zustimmen. aber die klientel, auf die es ankommt, liest eher nicht „die zeit“, oder den „tagesspiegel“ (der gemeine politiker wird es zwar gelesen haben, erweist sich aber als extrem lernresistent).

    auch, wenn es ein kampf gegen windmühlen ist, wünsch ich dir viel glück dabei, lieber christian. alles, was ich tun kann, ist möglichst viele leute auf dein interview und deinen blog (ach, herrjeh. der blog, das blog?egal^^) aufmerksam zu machen.

  15. Danke für dieses Interview! Wie viel Arbeit aber noch nötig ist, zeigt einmal mehr die ARD: http://www.tagesschau.de/inland/kommentar274.html

    Es ist irgendwie bezeichnend, dass man bei der ARD und Konsorten an keinerlei Recherche mehr interessiert ist.

    • Hallo Olaf,
      wir stimmen dir zu und danken dir für den Link.
      Der Autor hat eine Antwort unsererseits geradezu herausgefordert.

      LG Laura

  16. Pingback: STOP in the name of… « allzutaegliches

  17. Wo ich das Interview vorhin im Podcast (erscheint heute Abend) untergebracht habe: Wie geht es dem Server, den Ihr der Leyenministerin genannt habt? Ist der abgeschaltet, seine Inhalte los, oder hat sich (was ich leider befürchte) völlig unangetastet immer noch in Betrieb? Will heißen: Ist heute außer den Scheuklappen auch noch mehr passiert?

    (Christian: Nur mal kurz: Wir hier bei MOGIS werden natürlich die tatsächliche Illegalität solcher Angebote nicht prüfen, kann also auch ganz harmlos sein [obwohl die Namen mehr als einschlägig sind], dann muss man das auch so sagen, und eigentlich dafür sorgen, dass die Namen von der norwegischen Liste genommen werden, oder wofür sind CIRCAMP und COSPOL sonst da?)

    • Ich interpretiere mal frei: Der Server und Domains mit vermutlich kinderpornografischen Inhalten sind immer noch erreichbar? In dem Fall wäre eine Anzeige gegen Frau Leyen IMHO angemessen. Ein paar Straftatbestände hat ‚Einer mit ner eigenen Meinung‘ ja schon benannt (wobei ich mir bei den Verstößen gegen das Grundgesetz fast sicher bin, dass die nicht als Straftat direkt durchgehen). Soweit ich weiß, kann man eine Anzeige bei jeder Polizeidienststelle tätigen. Ich bin mir zwar sicher, dass die Anzeige zu keinerlei Aktivitäten gegen die Ministerin führen dürfte, aber wenn sie schon Symbolpolitik betreibt, dürfen wir das doch auch, oder?

      • Ist wohl nicht pornographisch (Information zweiter Hand).

        Schaue mir sowas nicht an!

        Zum Thema Konfrotation: Danke, das Interview mit den Hauptstadtkorrespondenten in Berlin war schon Scheiße genug!

        Der Typ/die Firma macht wohl mit den Domains Werbung für das dortige Hosting Angebot.

        Christian

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