Liebe Natascha Kampusch,
seit Jahren verfolge ich Ihr Schicksal mit Anteilnahme. Ihr Mut, Ihre Kraft, Ihr Überlebenswillen fordern meinen höchsten Respekt heraus. Sie haben in schwierigsten Umständen Ihr Leben gemeistert und auch heute gehen Sie Ihren Weg. Sie zeigen mir und anderen Überlebenden damit, dass ein Leben nach einem Verbrechen möglich ist.
Und obwohl die Öffentlichkeit soviel Anteil an Ihrem Leid genommen hat, müssen Sie nun wieder erleben, dass Ihr Ruf in den Schmutz gezogen wird. Zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland haben sich wiederum angemaßt, Urteile über Sie abzugeben. Sie sind den Verlautbarungen eines Trittbrettfahrers auf den Leim gegangen und haben seine Äußerungen übernommen, offensichtlich ohne irgendwelche Recherchen zu unternehmen. Der Kurier in Ihrer Heimat war da ja deutlich vorsichtiger.
In der Presse wird mit Ihnen einmal mehr ein Opfer als (Mit-)Täter bezeichnet. Sie werden erneut mit verbalem Dreck beworfen und Ihre Würde wird mit Füßen getreten. Der Vorwurf, Sie hätten ja gehen können, ist ein ganz schwerer. Dass die Medien (hier gerade die Agentur Reuters) diesen weitertragen, ist einfach unbeschreiblich.
Dass die Presse mit dieser Art der Berichterstattung auch Tätern das Wort führt, scheint sie zu verdrängen.
Ich fühle mit Ihnen mit, Ihr Schmerz brennt auch in mir. Und, dass Sie keine Schuld trifft sollte klar sein. Sie wurden Opfer eines Verbrechens – daran hatte ausschließlich der Täter Schuld. Sie sollen das wissen und jeder, der sich mit der Situation von Überlebenden auseinandersetzen will.
Dass die Journalisten davor die Augen verschließen und jedes Mitgefühl vermissen lassen, ist leider ein Spiegelbild der Gegenwarts-Kultur – die Würde eines Menschen muss leider zurücktreten hinter den Kampf um Auflage und Quote.
Es ist so unglaublich traurig, dass Sie nicht als Mensch sondern nur als Schlagzeile wahrgenommen werden, dass Ihr Wunsch nach Privatsphäre nicht ernstgenommen wird, dass so unverantwortlich Einfluss auf Ihr Leben ausgeübt wird.
Ihr Schicksal berührt mich in meiner Seele.
Ich wünsche Ihnen wirklich alles Gute und Frieden in Ihrem Leben.
Gabriele Gawlich
(Christian: weitersagen?)
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wie Scharlatane mit dem Leid von Missbrauchsüberlebenden Geld (und Anerkennung) zu verdienen suchen
Heute finden sich in vielen Medien die gleichen Meldungen über Natascha Kampusch Weiterlesen →
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(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)

Immer wieder haben ich und andere Menschenrechts-Aktivisten aus Betroffenen-Verbänden sich bemüht, ihre Sicht der Dinge mit Ursula von der Leyen zu kommunizieren – bis heute ohne Erfolg. Beispiele wie dieses hier dokumentieren Antworten, die an der Realität völlig vorbei gehen. Weiterlesen →
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Oder auch: Nein, ich bin auch kein Jurist.
In den letzten Tagen gab es ja ein wenig Aufregung darüber ob MOGiS denn nun ein richtiger Verein sei oder nicht. Das hängt von der Definition von „richtiger Verein“ ab. Weiterlesen →
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(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)
Auf die Kritik der SPD, der Nichtanwendungserlass zu den Internetsperren sei ein „unsauberer“ Weg, verteidigte der FDP-Innenpolitiker Max Stadler diesen: „Es gibt jetzt eine neue Mehrheit, die auch ein neues Gesetz erlassen könnte“, sagte Stadler der F.A.Z. „Insofern sehe ich da nichts Undemokratisches.“ [1] Weiterlesen →
Kategorien: Internetsperren
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Herr Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, hat sich in einem Interview kritisch gegenüber der Aussetzung der Internetsperren gezeigt. [1] Dabei wurde wieder das Argument, dass es Länder gibt, in denen Kinderpornografie nicht strafbar sei und darum gesperrt werden müsse, wurde, leicht umformuliert, erneut vorgebracht.
Ein Mitglied unseres Vereins hat deswegen Herrn Freiberg einen Brief geschrieben und ihn um Stellungnahme gebeten. Weiterlesen →
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Wir müssen zugegeben, dass unser Pressespiegel nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit war, dem haben wir jetzt ein wenig abgeholfen. Sollten noch wichtige Verweise fehlen, dann bietet sich dieser Artikel für ein dementsprechendes Kommentar an.
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Die FDP hat in den Koalitionsverhandlungen mit der Union in Sachen Internet-Zugangserschwerungsgesetz in Teilen einen Erfolg erringen können.
Die sogenannten Internetsperren sollen für ein Jahr ausgesetzt werden. Während dieser Zeit soll das BKA verpflichtet werden, die Löschung gemeldeter kinderpornographischer Inhalte intensiver zu betreiben. Nach einem Jahr soll dann dieses Löschregime evaluiert werden. Weiterlesen →
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Mit Tag(s) versehen: Aktion, Internetsperren, Pressemitteilung
Eigentlich hatte ich nur eine einfache Frage gestellt. Aber seht selbst. Der Artikel und die darauffolgende Diskussion in den Kommentaren sind hierher verschoben worden.
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Mit Tag(s) versehen: Christian Bahls, Handeln, Missbrauch, Protest, Reaktionen
Am kommenden Montag (dem 05. Oktober) ist anlässlich der beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP eine Mahnwache vor der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, in Berlin-Tiergarten, Hiroshimastr. 12-16. Dort werden um 15:00 Uhr die Koalitionsgespräche beginnen. Netzpolitik schlägt 14:00 Uhr zum Treffen vor. Weiterlesen →
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von Tante Jay
Der polnische Regierungschef, Herr Donald Tusk, hat in Polen ein Gesetz durchgebracht, nach dem Sexualstraftäter auch gegen ihren Willen zwangsweise chemisch kastriert werden dürfen.
Herr Tusk hat des Weiteren den Tätern die Menschenrechte abgesprochen und behauptet, dass ein Täter kein Mensch mehr sei und demzufolge seine Menschenrechte auch nicht mehr zu achten seien.
Wäre ich eine polnische Staatsbürgerin, ich würde Herrn Tusk vielleicht den folgenden Brief schreiben: Weiterlesen →
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Die Bundestagswahl ist vorbei und eine schwarz-gelbe Regierungskoalition ist zumindest nicht ausgeschlossen wird kommen.
Ist das nun ein Sieg für die Bürgerrechte? Dank der FDP zurück aus Überwachung und Zensur zur Achtung der Privatsphäre? Weiterlesen →
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Mit Tag(s) versehen: Internetsperren

In der Unterhaltung, auch mit Sperrgegnern, fällt mir manchmal auf, dass im Moment ein etwas ungünstiges mentales Modell zu den Internetsperren vorherrscht: Dass nämlich die Stoppschilder quasi dem Zugriff auf die Webseiten „im Wege stehen“. Das ist so nicht der Fall. Weiterlesen →
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Mit Tag(s) versehen: Christian Bahls, Internetsperren, Protest